Sonntag, 7. Oktober 2012

The Unit of Imagination - i

Nach gefühlt viel zu langer Zeit hämmere ich dann doch mal wieder in die Tasten, und gebe für die, die es tatsächlich interessiert und hier regelmäßig lesen, mal wieder ein (kleines) Update.

Seit 2 Monaten lebe ich nun wieder in der Heimat, im guten ruhigen Saarbrücker Vorort. Ich muss sagen: Mir gefällt es hier. Es ist schön ruhig, trotz der Tatsache dass ich an einer Hauptstraße wohne. Es ist schön in unmittelbarer Nähe zu den wichtigsten Personen in meinem Leben zu sein. Zu meiner besseren Hälfte fahre ich mit dem Auto etwa 7 Minuten, zu meinem Vater sind es 15. Bis zur Uni brauche ich auch etwa eine Viertelstunde, meine Arbeit und meine Freunde, sowie die Innenstadt sind auch in kürzester Zeit erreicht. Ich wohne also eigentlich optimal. Meine riesige Wohnung (etwa 70m² ohne Keller) mit Zugang zum Garten meines Cousins gefällt mir wirklich gut und ich kann es mir vorstellen hier auch noch ein paar Jahre zu verbringen. In unmittelbarer Nähe (etwa 1km zu Fuß) befindet sich ein Basketballplatz, den ich bestimmt noch öfter in Anspruch nehmen werde. Leider musste ich so ziemlich den ganzen Sommer verletzungsbedingt auf Basketball wegen Sehnenentzündung und Stressfraktur im Schienbein verzichten. Vor kurzem habe ich aber wieder angefangen regelmäßig laufen zu gehen und habe dazu auch schon die ersten paar coolen Waldstrecken ausgemacht.
Kurzum: Ich fühle mich pudelwohl in neuer Wohnung und mein Körper ist auf einem besseren Weg, ich schlafe viel besser als in Trier, fühle mich gesund und fit!

Kommen wir zu den universitären Angelegenheiten. Der Hochschulwechsel ist noch nicht ganz abgeschlossen, ich warte noch auf die letzte Zulassung von Saarbrücken, sodass ich mich endlich immatrikulieren kann. Es ist jedoch nicht unüblich, dass all dies erst so spät geschieht. Immerhin hat ja auch jeder Bewerber bis zum 30. September Zeit gehabt seine Unterlagen einzureichen. Ich rechne im Verlauf der kommenden Woche mit der Zusage und meinem Studienplatz. Sollte ich doch eine Absage erhalten (Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt in meinem Fall nach Insider-Informationen aber angeblich unter 5%, hoffen wir also das beste!) muss ich dann ein weiteres Jahr in Trier studieren und jeden Morgen mit dem Zug pendeln. Fände ich nicht gerade toll, würde ich im Notfall aber über mich ergehen lassen, einfach weil ich mich hier so wohl fühle. Trotz der Tatsache, dass ich noch nicht immatrikuliert bin besuche ich derzeit Vorlesung und Übung mit dem Titel "Rechnen in Naturwissenschaft und Technik - Mathematischer Vorkurs für Studienanfänger". In den ersten 4 Tagen des Kurses haben wir die Inhalte eines Jahres der Oberstufe komplett wiederholt und ungefähr doppelt soviel neuen Stoff eingeführt. So ist es mir jetzt zum Beispiel möglich mittels der imaginären Einheit i die Wurzel einer negativen Zahl zu ziehen und damit zu rechnen. Ich tue mich aufgrund der tatsache, dass mein Mathe-LK mittlerweile doch gute 2 1/2 Jahre zurückliegt, doch noch etwas schwer und brauche bei den meisten Übungsaufgaben etwas länger als die anderen Studenten. Aber immerhin kriege ich auch die richtige Lösung raus und finde mich langsam wieder in den Stoff rein. Also definitiv guter Zeitvertreib und: Wieder was gelernt!
Apropos gelernt: Mein Latinum habe ich nun auch bestanden, es wurde zwar etwas knapp, da ich in der schriftlichen Prüfung einen schlechten Tag erwischt habe, aber die Mündliche hat alles wieder ausgebügelt. Ziehen wir nun anch 2 Jahren Studium (Offiziell bin ich ja Fünftsemester jetzt) ein Resümee, dann denke ich schon dass sich das sehen lassen kann. Mein Schnitt liegt auf soliden 2,3, ich habe bisher jede Prüfung im ersten Versuch bestanden und habe sogar Studieninhalte vorgezogen und damit mehr Credit-Points als meine Kommilitonen! Läuft!

Neben der Uni schiebe ich derzeit Schichten an einer 24h-Tankstelle um mir, aufgrund von Bafög-Kürzung, den Lebensunterhalt zu sichern. Insbesondere die Nachtschichten am Wochenende machen mir ziemlichen Spaß. Es kommen immer mal wieder Freunde zu Besuch vor oder nach dem Feiern. Ich bin so ziemlich mein eigener Herr, da mein Chef nachts nicht anwesend ist, da arbeitet es sich entspannter und befreiter. Ab und an muss ich noch auffüllen oder mal eine Mittagsschicht machen, die Nachtschichten überwiegen jedoch und darüber bin ich ganz froh. Ist angenehm. Es gefällt mir zwar nicht, dass mein Rhythmus am Wochenende dadurch oft ein wenig verschoben wird und jedes zweite Wochenende für Freunde etc. damit ausfällt, aber das ist eben der Preis für besseren Lohn und angenehmere Athmosphäre.

Musiktechnisch geht es auch derzeit bergauf. Mit Adrian haben wir jetzt nächste Woche wieder irgendwo einen Auftritt. Der letzte Gig (Open Air) lief auch ziemlich rund, die 1 1/2 Stunden Set haben uns megamäßig Spaß gemacht und auch das Publikum ging gut ab. Ich fühle mich wohl in dieser Truppe, schöner ordentlicher Rock. Das macht einfach Spaß! In meinem Soloprojekt habe ich letzte Woche auch einige coole Sachen geschrieben, bin aber noch nicht hundertprozentig damit zufrieden. Es entwickelt sich auch immer weiter vom Black Metal weg, wird doomiger und langsamer. Ein wenig wie Helrunar, nur weniger BM-Elemente. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich mich bisher nur mit den 2 langsameren Songs der EP befasst habe, und der abgefuckte schnelle Song noch ein wenig vor sich her dümpelt. Langsam nimmt das ganze Form an, ich komme meinem Ziel immer näher, und das ganz ohne Zeitdruck. Vielleicht schaffe ich es auch Ende des Jahres die ersten Stücke aufzunehmen. Mal sehen... Bisher gefällt mir die Entwicklung von Atrensis sehr gut und macht auch Spaß! Und das ist natürlich wieder mal die Hauptsache.

Das wär's glaub ich fürs Erste. Ich habe vor, wenn ich an der Uni wieder langsam richtig ins Sportprogramm einsteige, wieder öfter zu posten und über die kleinen Fortschritte zu berichten. Eventuell will ich auch wieder Basketball im Verein spielen. Es kommt drauf an wie ich mich demnächst an der Uni nach der Sommerpause wieder so schlage. Hauptsache ich bleibe fit und fühle mich wohl in meinem Körper!

Auf dann!

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