Die Woche ist ja fast schon wieder um, und oh wunder ich hab tatsächlich ein wenig Zeit. Die Vorlesungszeit neigt sich nun so langsam dem Ende, was effektiv heißt dass die Klausuren anstehen (In meinem Fall die Klausur :D). Von Geschichte hab ich noch etwa eine Woche lang Ruhe. Dann krieg ich das Thema für meine "Hausarbeit" und kann loslegen Oo. Meine Klausur in Sprachwissenschaft steht nächste Woche Freitag nun an, und ich fühl mich bisher ganz gut vorbereitet. Gestern habe ich wieder relativ lange gelernt, wenn ich mein Pensum halte komme ich mit dem gesamten Stoff locker durch. Latein liegt auch wieder an. "Klausur" in knapp 2 Wochen. Während der Semesterferien sind dann Geschichte und Latein auch meine einzigen Sorgen, während ich nebenbei kleine Grundschüler terrorisieren werde. :D
Ich habe heute mal bei meiner Praktikumsschule angerufen, und tatsächlich: Ich freu mich wirklich richtig auf das Praktikum. Besonders Grundschule mal wieder mitzumachen wird sicher toll. Die Kleinen sind noch so richtig toll zu begeistern. Meine Praktikumsschule ist eine bilinguale Grundschule, das heißt es wird auch Unterricht auf französischer Sprache durchgeführt. Für mich besonders interessant, da ich zum ersten lange Zeit ja in Frankreich gewohnt habe, und zum zweiten Französisch eventuell als drittes Fach studieren möchte. Zudem hab ich gestern auf meiner Vorbereitungsveranstaltung erfahren, dass ich sogar eine ganze Stunde planen und auch halten werde, das wird auch bestimmt toll :D. Ich freu mich jedenfalls schon riesig. In zweieinhalb Wochen geht's los.
Gewisse Umstände, vielleicht auch die Tatsache dass ich leicht überarbeitet bin (mein derzeitiges Arbeitspensum für die Uni liegt bei mehreren Stunden pro Tag, wobei eigentliche Kurse im Universitätsgebäude nicht eingerechnet sind), nagen an derzeit an meiner emotionalen Stabilität. Ich habe nicht das Gefühl dass es mir zuviel wird, sondern viel eher wieder eine Art Motivationsloch. Nachdem ich Anfang der Woche noch der Überzeugung war unter Umständen in Geschichte zu promovieren, bin ich wieder an einem Punkt angelangt, an dem ich mich frage wozu ich das alles tue. Eigentlich ist es genau wie damals noch während der Abitur-Phase. Ich weiß im Endeffekt genau dass mich nichts von meinem momentanen Weg abbringen kann, dennoch fühle ich mich einfach nicht gut was die ganze Situation anbelangt. Der Sinn des gesamten Unterfangens bleibt, wahrscheinlich in Anbetracht der Erinnerung an persönliche Ereignisse des letzten Jahres, irgendwie verschleiert. Das nächtliche "Nostalgie-Stöbern" in irgendwelchen Fotoalben oder der Festplatte meines alten Computers, sowie das Durchsehen eigentlich nichts mit der Sache zu tun habender Dokumente, bekommt mir nicht wirklich und stimmt mich irgendwie melancholisch.
Die Konfrontation mit Vergangenheit ist wohl zu einem gewissen Grad immer schmerzhaft. Vermutlich hört diese Konfrontation auch nie wirklich auf, die Frage ist eher wie wir damit umgehen. Dabei gilt es, so vermute ich, die Ereignisse zu betrachten welche eine solche Konfrontation auslösen. Auf sie kommt es an, je nachdem wie groß die Intensität dieser Konfrontation und des damit verbundenen Schmerzes sind. In diesem Fall ist es mir fraglich, wieso manche Erinnerungen, wenn sie denn sogar schmerzhaft sind, überhaupt zelebriert werden. Der Sinn dieser Zelebrierung ist mir teils klar, dennoch frage ich mich warum man sich darauf einlässt. Im Endeffekt stelle ich auch mein eigenes Verhalten diesbezüglich in Frage. Ich weiß dass ich hier irgendein wirres Zeug von mir gebe, aber so habe ich es wenigstens (oder so hoffe ich) nicht mehr die ganze Zeit in meinem Kopf.
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