Schöne Uhrzeit... Eigentlich war ich vor knapp 3 Stunden im Bett... hab noch ne DVD geschaut und gegen 2 Uhr dann alles ausgemacht. Ich hab vielleicht ne Viertelstunde gedöst bis irgendein wahrscheinlich betrunkener, minderjähriger Vollspasten meinte mich mit nem Klingelstreich oder so aus dem Bett zu scheuchen. Jahaa, an der Tür hat's geklingelt. Ich Idiot bin auch noch zur Sprechanlage gegangen in meiner Benommenheit, aber hat natürlich niemand geantwortet. Auf die Uhr geschaut: halb 3! Wieder ins Bett gelegt,dann ging mein Puls wie bekloppt und ich hatte wieder die ganze gequirlte Kacke in meinem Kopf, die ich tagsüber durch sonstige Ablenkung daraus ausschließe. Rumgewälzt und rumgewälzt, und schon ist es fast 4! Wunderprächtig! Jetzt bin ich melancholisch drauf, und hab viel zu viele Dinge in meinem Kopf die mich beschäftigen um wirklich zu schlafen. Und trotz Heizung ist es irgendwie kalt in der Wohnung... wahrscheinlich kommt's mir aufgrund meiner emotionalen Gefühlslage gerade nur so vor. Fakt ist, dass ich meine Füße auf die Heizung legen muss um Wärme in den Körper zu kriegen ^^. Ich hab mir gedacht ich schreib hier ein bischen was, vielleicht geht's mir dann besser und ich kann noch ein paar Minuten Schlaf kriegen, bevor ich im Laufe des Tages einmal ins Saarland düse und wieder zurück. Naja... wenn nicht is auch nicht schlimm. Kann ja auch pennen zur Not wenn ich wieder hier bin dann.
Kurzer allgemeiner Abriss: Mein Internet läuft seit Donnerstag Abend aus einem mir nicht vollständig erklärbarem Grund mit der Geschwindigkeit eines 56k-Modems. Fühlt sich unheimlich Retro an. Den neuen 13mb großen (!) Starcraft Patch laden ist nahezu unmöglich, da der Download ständig abschmiert, und ungefähre 7mb in 8 Stunden nicht gerade viel sind! Aber was solls, am Mittwoch kommt der Techniker und legt den Anschluss, dann hab ich hiereine 6Mbit-Leitung. Passt schon. Gestern (Freitag) war ich an der Uni und hab mir Fleisch reingezogen. Geile Sache, wenn man sonst von Fertiggerichten lebt, die zu 70% aus Wasser zu bestehen scheinen. Eingekauft hab ich auch. Seit Freitag Morgen gehts mir ziemlich dreckig. Ich glaub ich bin krank (mal abgesehen von meinem psychischen Status ^^). Magen-Darm Scheißdreck oder sowas. Meine Verdauung spielt mir böse mit, und mir ist ungefähr den halben Tag schlecht. Ich hoffe das legt sich.
Allein zu leben ist in gewisser Weise echt cool. Ich kann chillen bis zum Abwinken, und muss echt niemandem außer mir selbst Rechenschaft ablegen. Halb so wild dass ich das Ikea-Regal noch nicht aufgebaut hab. Stört ja niemanden. Aufm Küchentisch liegt noch Kram. Pffft muss das ja nicht zwingend heute wegmachen. (Keine Angst der Kram sind keine vor sich hinschimmelnden Essensreste, so bekloppt bin ich ja nicht :D, handelt sich lediglich um die Verpackungen von Küchendingen wie z.B. Kaffeemaschine etc.). Allerdings hat das Allein-Leben auch seine Schattenseiten. Abgesehen davon dass ich ohnehin auf emotionaler Ebene ein ziemliches Wrack bin, dass zu wenig Gefühlsäußerungen fähig ist, hab ich das Gefühl noch weiter emotional zu verwahrlosen. Schier keinen echten Kontakt zu Menschen zu haben, außer über das Internet oder Telefon zu Familie und den engsten Freunden. Außer den für mich 3-4 absolut lebenswichtigen Personen, hatte ich die Woche glaub zu Niemandem mehr als oberflächlichen Kontakt. Mit oberflächlichem Kontakt meine ich jetzt, mal auf die Facebook-Wall zu schreiben, oder flüchtig im ICQ zu fragen was das postschulische Leben denn so macht. Ergo Gespräche die vielleicht länger als 5 Minuten dauern. Trotzdem ist es umso härter die meisten dieser im Alltag gewohnten Personen nicht mehr von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Das tatsächliche Sehen (!), ist nur bei einer der weiter oben genannten Personen geschehen. In meinem Inneren müßte ich in diesem Moment vor lauter Anhänglichkeit eigentlich explodiert sein, und ich glaube fast wäre es auch passiert (;D). Meine verfluchte Gefühlskälte weiß dies jedoch wie immer effektiv zu verhindern. Und Nein, diesen Umstand heiße ich nicht gut. Ich find's ja scheiße dass ich in den letzten Jahren so hart geworden bin, was Emotionen angeht. Leider verschlimmert eine Woche wie diese diesen Umstand nur, denn er heißt eigentlich nur eins: Weiteres Abkapseln! Doof ist nur, dass ich derzeit effektiv wenig dagegen tun kann. Ich war nie der Mensch, der sich emotional an eine Fülle von Personen gebunden hat, es gab immer nur eine Hand voll, zu manchen Zeiten noch weniger. Ich scheue mich auch heute oft noch vor dem Kontakt mit den meisten Menschen, zum Großteil, weil ich die meisten aufgrund meines misanthropischen Weltbildes für absolute Vollidioten halte. Trotzdem ist es für mich derzeit, und das ist es was ich irgendwie versuche auszudrücken, schwer so ganz allein zu sein. Die einzelnen Menschen mit denen ich gewisse Dinge teile, und teilen möchte sind jetzt, dem Schulende und anderen Umständen sei Dank, alle mindestens 100km entfernt. Ich bin Allein!
Ändern kann ich daran derzeit noch nichts. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Uni noch nicht angefangen hat. Glücklicherweise studiert eine der oben genannten Personen an derselben Uni, die selben Fächer, und sitzt zum Teil in den selben Kursen. Ich werd mich wohl also ab dem Studienbeginn nicht mehr ganz so allein fühlen. Zudem lerne ich wahrscheinlich ein paar neue Leute kennen, die vielleicht doch ganz akzeptabel sind. Bis dahin gilt es die eine Woche ohne Uni noch zu überstehen. Obwohl am Montag ja schon so ein Einführungstag ist. Vielleicht trifft man ja da auch schon irgendjemanden. Bis dahin bleibt eins: Sehnsucht...
Ich bin eigentlich keine psychisch instabile Person. Ich bin ein bischen bescheuert und absolut krank im Kopf, aber eher auf die andere Art und Weise ;D. Eigentlich wollte ich hier nie so eine absolute gequirlte Kacke wie das gerade eben produzieren, aber wenn ich eins im letzten Jahr gelernt habe, dann dass man niemals alle Dinge in sich hineinfressen sollte, sondern ein paar davon einfach los- beziehungsweise rauslassen sollte. Nicht alles, das ginge hier für mich eindeutig zu weit, aber so ein bischen was kann nicht schaden um sich danach besser zu fühlen. Ich hab kein Problem damit zu sagen,dass ich mich allein und zurückgelassen fühle, weil ich weiß dass diese Tatsache völlig normal ist für jemanden, der gerade allein in eine fremde Stadt gezogen ist. Das legt sich. Morgen (beziehungsweise heute) erstmal ne Portion Familie in der Heimat abholen gehen, mir mit Oma's Essen den Wanst vollschlagen, und irgendwann wieder gechillt in meine Bude fahren damit ich Montag morgen zur Uni komm. Jetz hab ich hier aber schon viel zu lang ne Wall of Text produziert. Ist gut für heute...
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